Pegel/Linz

Der Pegel in Linz – In seiner Art ein Unikat

Die Zahlen auf dem Ziffernblatt zeigen nicht die Uhrzeit, sondern den Wasserstand des Rheins an. Das allein ist nichts ungewöhnliches: Ebenso funktioniert der Pegel am Koblenzer Rheinufer.

Auf der graphischen Zeichnung unter dem Ziffernblatt wird der Wasserstand bildlich umgesetzt. Man kann geradezu zusehen, wie er sich ändert: Ist der Wasserstand hoch, steigt der eingezeichnete Fluß ebenfalls in die Höhe. Anhand der am Ufer eingezeichneten Skala kann man den Wasserstand des Vortages ablesen, sodas eine steigende oder fallende Tendenz erkennbar ist. Es gibt also gleich drei Möglichkeiten, den derzeitigen Wasserstand des Rheins abzuschätzen.

Verantwortlich für das kleine Kunstwerk ist Jürgen Fröschner aus Linz. Der alte Pegel wurde im Rahmen der Umbauarbeiten am Haus Bucheneck 1992 abgerissen.

Als man an uns herantrat, den Pegel zu entwerfen, standen wir vor einer echten Herausforderung, die dann viel Recherche, Telefonate und harte Arbeit von Nöten machte.

Einen Pegel gibt es seit 1818 in Linz. Er wurde vom Rheinzollamt errichtet. Bis 1872 las man ihn in Fuß und Zoll, ab 1873 in Meter.

Die Stadt Linz übernahm die Beobachtung des Pegels im Jahr 1928 unter Aufsicht des zuständigen Wasserbauinspektors. Verschiedene Bürger lasen seinerzeit den Wasserstand ab.

Heute obliegt dies den Bediensteten des Wasser- und Schiffahrtsamtes Bingen.

Der Pegelbogen wird monatlich entnommen und für die Erstellung der Monatslisten ausgewertet.